Zuchtverband für Sportpferde arabischer Abstammung e.V.



Equus-Arabian


In The Focus

ZSAA-Home

 Startseite  Impressum
 Übersicht  Kontakt
  


ZSAA-Niederlande
Aktuelles Thema

Einführung des Transponders zur Kennzeichnung der Pferde im ZSAA

Nun besteht endlich hinsichtlich der Kennzeichnung unserer Pferde mit dem Transponder (ugs. Chip) Klarheit. Am 3. März 2010 ist die aktuelle Viehverkehrsverordnung (ViehVerkV) durch den Bundesrat verabschiedet worden und in Kraft getreten. Sie enthält alle nationalen Regelungen zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 504/2008 vom 6. Juni 2008 zur Umsetzung der Richtlinien 90/426/EWG und 90/427/EWG des Rates in Bezug auf Methoden zur Identifizierung von Equiden. Aus diesem Anlass trafen sich auf Einladung des Bayerischen Ministeriums am 08.April beim Tierzuchtinstituts in Grub Vertreter und Zuchtleiter der in Bayern ansässigen Pferdezuchtverbände, um sich zu informieren und abzustimmen.

Für uns heißt dies nun, dass ab diesem Jahr alle Fohlen mit einem speziell codierten Transponder zu kennzeichnen sind. Diese werden uns durch unsere Aufsichtsbehörde, dem Bayerischen Ministerium, zugeteilt. Die Transponder werden derzeit produziert und unser Kontingent soll Anfang Mai geliefert werden. Wir werden mit dem neu gestalteten Fohlenmusterungsprotokoll dann auch den zugeteilten Transponder versenden. Das Setzen des Transponder kann dann durch den eigenen Tierarzt erfolgen, wenn dieser gewisse Vorraussetzungen erfüllt (siehe unten).

Zentrale Datenbank (HIT)

Die Verordnung sieht nicht nur die Kennzeichnung der Equiden mit einem Transponder vor, sondern wir sind auch gesetzlich verpflichtet, relevante Daten in eine zentrale Datenbank (HIT) zu melden bzw. dort zu erfassen. Die Meldung dieser Daten setzt eine sogenannte Betriebsnummer des Halters (Standort) des Fohlens und des Tierarztes der den Transponder setzt, voraus. Schon seit längerem ist die Pferdehaltung anzeigepflichtig. Die Meldung erfolgte in einigen Bundesländern bei den Tierseuchekassen oder direkt bei der zuständigen Veterinärbehörde. Dabei wurden zum Teil auch schon Betriebsnummern vergeben. Kommerzielle Pensionsbetriebe, sowie landwirtschaftliche Betriebe verfügen in der Regel schon über eine Betriebsnummer. Grundsätzlich schreibt das Gesetz bzw. die Verordnung vor, dass nur dann ein Pass erstellt werden darf, wenn das Fohlen mit einem Chip/Transponder gekennzeichnet wurde, eine Betriebsnummer des Halters und die Betriebsnummer des Tierarztes vorliegt.

Betriebsnummer

Die neue Viehverkehrsordnung sieht den Tierhalter als Passantragsteller vor. Wer seine Pferde selbst hält (was bei den meisten Züchtern so ist) ist Halter und Besitzer in einer Person und benötigt daher auch eine eigene Betriebsnummer. Wer noch keine Betriebsnummer hat, muss diese je nach Bundesland unterschiedlich beantragen. Auskunft dazu erhält man entweder über seine Kreisverwaltung (Bereich Landwirtschaft) oder direkt im Ministerium (Verbraucherschutz/Landwirtschaft). Wer seine Pferde in einem Pensionsstall hält und züchtet, muss bei der Beantragung des Pferdepasses die Betriebsnummer dieses Betriebes angeben. Wie oben bereits erwähnt, benötigt auch der Tierarzt, der den Chip setzt, eine eigene Betriebsnummer. Aufgrund der Zwangsimpfung gegen die Blauzungenkrankheit bei Schafen und Ziegen haben die meisten Großtiertierärzte diese bereits schon. Wenn Ihr Tierarzt diese Nummer noch nicht beantragt hat, kann und darf er das Pferd nicht mit dem Transponder kennzeichnen. In diesem Fall müssen Sie auf einen Tierarzt mit Betriebsnummer zurückgreifen.

Gültigkeit der Chip/Transponder

Nach in Kraft treten der Verordnung, dürfen nur noch die vom Ministerium ausgegebenen Transponder mit der speziellen Codierung genutzt werden. Dies gilt für die Zuchtpferde, wie auch für Freizeitpferde. D.h. es dürfen seitens der Tierärzte bzw. Zuchtverbände keine „Chip-Altbestände“ mehr in den Einsatz kommen. Ein Fohlen, das mit einem nicht gültigen Transponder gekennzeichnet wurde, kann nicht in der HIT-Datenbank erfasst werden und damit darf auch kein Pass erstellt werden.

Fazit

Man kann sicherlich sehr lange darüber streiten und debattieren, ob dies alles notwendig ist. Die Pferdezuchtverbände haben mit vielen Einsprüchen versucht hier einen anderen Lösungsweg zu finden. Einige dieser Einwände wurden auch in der neuen Verordnung umgesetzt, aber letztendlich werden wir uns damit arrangieren müssen. Für Sie als Züchter und für unsere Zuchtbuchstelle wird der Start sicher nicht einfach werden, aber gemeinsam und mit Unterstützung des bayerischen Ministeriums werden wir dies meistern.

Fahrplan zur Erstellung der Pferdepasses:

  1. Wie gewohnt, schicken Sie uns innerhalb 28 Tagen nach Geburt Ihres Fohlens, Ihre Fohlenmeldung auf dem Orginaldeckschein zu.
  2. Sie erhalten daraufhin Ihr Musterungsprotokoll und den Chip/Transponder zugeschickt.
  3. Wenn Sie Ihre Pferde selbst halten, müssen Sie Ihre Betriebsnummer auf das Musterungsprotokoll eintragen. Ansonsten tragen Sie die Betriebsnummer und Anschrift des Halters (Pensionsbetrieb) auf das Formular ein. Betriebsnummern können bei der zuständigen Stelle des jeweiligen Bundeslandes beantragt werden.
  4. Vor der Musterung des Fohlens durch den ZSAA muss der Chip/Transponder durch einen Tierarzt gesetzt werden, der über eine eigene Betriebsnummer verfügt. Der Chip/Transponderaufkleber mit der Chipnummer wird auf das Musterungsprotokoll durch den Tierarzt geklebt, abgezeichnet und mit seiner Betriebsnummer versehen.
  5. Bei der eigentlichen Musterung des Fohlens durch den ZSAA, wird das Musterprotokoll wie gewohnt durch die Zeichnung und Abzeichenbeschreibung und die Rasse-/Nummerbrandbestätigung ergänzt und die Fohlenmeldung wird dann in der Zuchtbuchstelle weiterverarbeitet.
  6. Die Zuchtbuchstelle des ZSAA erfasst die Daten in der eigenen EDV und zusätzlich werden die relevanten Daten (Chipnummer, Tierhalterbetriebsnummer, Tierarztbetriebsnummer, Name des Pferdes, Lebensnummer, Geburtsdatum, Farbe Halter- und oder Besitzeradresse) in die zentrale HIT-Datenbank eingegeben. Dabei überprüft das HIT-System die Angaben und erteilt das „OK“ zur Passerstellung.
  7. Nach dem „OK“ durch HIT wird der Pass erstellt und dem Züchter per Post zugesandt.
anmelden   abmelden






facebook
designd by TP : 26.09.2017
eforia web manager / tdb Software Service GmbH
ZSAA - Verbandsbüro, Postfach 113, 36209 Alheim
Tel: + 49 5664 - 7771 Fax: +05664 7756 - eMail:

webmaster@zsaa.de