Zuchtverband für Sportpferde arabischer Abstammung e.V.
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FAQ's zur Zuchtwertschätzung im ZSAA

Was ist ein Zuchtwert?


Der Zuchtwert ist ein Zahlenwert für die Anwendung in der Zucht. Er beschreibt, welche Wirkung die Gene eines Tieres auf ein einzelnes Merkmal haben, wenn diese mit den Genen der anderen Tiere der Rasse kombiniert werden und durchschnittliche Umweltverhältnisse herrschen.
Die aktuellen Merkmale in der ZSAA-Zuchtwertschätzung:
  • Typ
  • Exterieur (Körperbau)
  • Bewegung
  • Rittigkeit
  • Wesen

Wie wird der Zuchtwert definiert ?


  1. Der Zuchtwert ist ein Zahlenwert, er hat primär nichts mit wertvoll oder wertlos zu tun. Ein hoher Zuchtwert für "Grösse" besagt, dass die Gene des Tieres die Größe verstärken. Ein niedriger Zuchtwert für "Bewegung " sagt, dass die Gene für ein geringeres Bewegungspotenzial in der Nachzucht verantwortlich sind.
  2. Der Zuchtwert ist ein Zahlenwert für jeweils ein Merkmal. Ein Tier hat z.B. Gene, welche die Größe verstärken, die Springanlage verringern, die Fruchtbarkeit reduzieren, den Typ rassetypisch belassen, den Raumgriff im Gang reduzieren usw. Für jedes Merkmal kann die Wirkung der in diesem Pferd vorliegenden Erbanlagen verschieden sein. Es macht keinen Sinn, so etwas zu einem Gesamtzuchtwert zusammenzuzählen oder zu mitteln, etwa wie bei einem Wettkampf oder einer Leistungsprüfung.
  3. Der Zuchtwert ist definiert als die Wirkung der Gene, wenn diese mit den Genen der anderen Tiere kombiniert werden. Das heißt konkret, dass nicht die Wirkung der Gene bei dem Tier selbst wichtig ist, sondern es interessiert vorrangig was passiert, wenn z.B. die Gene eines Hengstes mit den Genen der in der Rasse vorhandenen Stuten kombiniert werden. Von Interesse ist also, was in der nächsten Generation durch dieses Zuchttier entsteht.


Wie werden die Zuchtwerte im ZSAA berechnet?


Die Zuchtwerte im ZSAA werden nach dem dem sogenannten BLUP-Tiermodell berechnet. Dies ist ein sehr komplexes mathematisch, statitisches Verfahren, welches in Form eines linearen Gleichungssystems gelöst wird. In der aktuellen ZSAA-Zuchtwertschätzung wird ein Gleichungssystem von über 18.000 Gleichungen mit über über 18.000 Unbekannten gelöst. Dies kann man natürlich nicht mehr mit der Hand ausrechnen, sondern nur noch mit dem Computer.
  • BLUP-Tiermodell
    = Best Linear Unbiased Prediction (die bestmögliche nach einem linearen Modell geschätzte unverfälschte Vorhersage)

Das BLUP-Verfahren:
  • wurde bereits in den 50-Jahre entwickelt (HENDERSON). Fand aufgrund fehlender Rechnerkapazitäten erst Ende der 80-ziger Jahre in der Tierzucht Anwendung.
  • ist das zur Zeit beste Verfahren zur Zuchtwertschätzung für quantitative Merkmale.
  • wird in dem gesamten Bereich der Nutztierzucht und in der Kynologie als Standardverfahren für Schätzung von Vererbungserwartungen eingesetzt.

Die Vorteile des BLUP-Verfahrens:
  • Erkennbare Umwelteinflüsse (Alter, Ausbildungsgrad, Geschlecht, Richter etc.) können ausgeschaltet werden.
  • Die Zuchtwerte werden unter Berücksichtigung aller verwandten Tiere geschätzt.
  • Das Anpparungsniveau wird berücksichtigt.

Weiterführende Links zur Zuchtwertschätzung:

Woher bekommt man die Informationen für eine Zuchtwertschätzung?


Für die Beschreibung des Zuchtwertes muss man sich auf das Erscheinungsbild stützen, dass von den Genen bzw. den Genwirkungen mitbestimmt wird. Dieser s.g.Phänotyp ist aber nur die Genwirkung in Verbindung mit der Wirkung von Aufzucht, Prägung, Ernährung, Erziehung und Erfahrung, also in Verbindung mit spezifischer Umwelt. Aus diesem Grund darf man Leistung bzw. Erscheinung eines Tieres nicht mit seiner genetischen Veranlagung gleichsetzen.

Die Informationen aus denen der Zuchtwert für das Einzeltier geschätzt wird kommen aus den Ergebnissen des ZSAA-Leistungsprüfungswesen, dh. also aus den Ergebnissen der:
  • Stutbuchaufnahmen
  • Hengstleistungsprüfungen
  • Zuchtutenprüfungen
  • Wesenstest's

Welche Informationen werden genutzt?


Für die Beschreibung des Zuchtwertes muss man sich auf das Erscheinungsbild stützen, dass von den Genen bzw. den Genwirkungen mitbestimmt wird. Dieser s.g.Phänotyp ist aber nur die Genwirkung in Verbindung mit der Wirkung von Aufzucht, Prägung, Ernährung, Erziehung und Erfahrung, also in Verbindung mit spezifischer Umwelt. Würde man die Leistung bzw. Erscheinung eines Tieres mit seiner genetischen Veranlagung gleichsetzen, würde man einen großen Fehler machen.
  1. Eigene Leistung
  2. Leistung des Vaters
  3. Leistung der Mutter
  4. Leistung der Nachkommen
  5. Leistung der Voll- und Halbgeschwister
  6. Leistung von Tanten und Onkeln
  7. Leistung von Cousins und Cousinen
  8. und und und .....

Zusätzlich wird der Zuchtwert beeinflußt durch:
  1. die Erblichkeit des Merkmals (Heritabilität).
  2. dem Anpaarungsniveau.
  3. der Menge an den verfügbaren Informationen.

Wie werden Verwandtenleistungen gewichtet?


Der Verwandtschaftsgrad bestimmt mit welcher Wichtung die Informationen zu dem Zuchtwert des Probanden einberechnet werden. Das Ausmaß der Übereinstimmung der Gene ist dabei mit dem Verwandtschaftsgrad gleichzusetzen :
  1. Vaterleistung
  2. 0.5 = 50%
  3. Mutterleistung
  4. 0.5 = 50%
  5. Nachkommenleistung
  6. 0.5 = 50%
  7. Vollgeschwisterleistung
  8. 0.5 = 50%
  9. Halbgeschwisterleistung
  10. 0.25 = 25%
  11. Großelternleistung
  12. 0.25 = 25%
  13. Enkelleistung
  14. 0.25 = 25%
  15. Ahnenleistung aus der 5.Generation
  16. 0.03125 = 3.125%

D.h.die Leistungen der Grosseltern gehen mit einem geringeren Maße in den Zuchtwert des Probanden ein wie z.B. die der Eltern.

Die wichtigesten Informationen kommen aber immer von den Nachkommen, denn die Nachzucht deckt immer auf, was für einen Zuchtwert ein Tier wirklich hat (natürlich immer unter Berücksichtigung der Paarungspartner.!!!!


Wie sind die Zuchtwerte zu interpretieren ?


Zuchtwerte beschreiben die Wirkungen der Gene in Einheiten des Merkmals. Der Zuchtwert Typ = +0.5 besagt dass die Nachzucht dieses Pferdes in der Note Typ 0.5 Einheiten besser sein wird. Zur Vereinfachung werden Zuchtwerte als Relativ-Zuchtwerte ausgegeben, wobei 100 der Rassendurchschnitt ist. Tiere mit einem Zuchtwert über 100 verbessern das Merkmal Zuchtwerte unter 100 verschlechtern das Merkmal. Für die Beschreibung des Zuchtwertes muss man sich auf das Erscheinungsbild stützen, dass von den Genen bzw. den Genwirkungen mitbestimmt wird. Dieser s.g.Phänotyp ist aber nur die Genwirkung in Verbindung mit der Wirkung von Aufzucht, Prägung, Ernährung, Erziehung und Erfahrung, also in Verbindung mit spezifischer Umwelt. Würde man die Leistung bzw. Erscheinung eines Tieres mit seiner genetischen Veranlagung gleichsetzen, würde man einen großen Fehler machen.

Beispiel

Stute mit Zuchtwerten:

  • Typ = 113
  • Exterieur = 90
  • Bewegung = 129
  • Rittigkeit = 96

Diese Stute hat ihre Vererbungsstärken in der Bewegung und im Typ. Hier liegt Sie mit ihren Zuchtwerten weit über dem Populationsdurchschnitt von 100. In den beiden anderen Merkmale liegt die Zuchterwartung darunter. D.h. in Anpaarung sollten Hengste gewählt werden, die die guten Erwartungswerte für Bewegung und Typ erhalten, aber verbessernd auf Exterieur und Rittigkeit wirken.

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